{"id":15,"date":"2016-01-28T14:36:46","date_gmt":"2016-01-28T13:36:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fml-mvq.de\/?page_id=15"},"modified":"2023-10-26T10:03:11","modified_gmt":"2023-10-26T08:03:11","slug":"logenhaus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fml-hvt.de\/?page_id=15","title":{"rendered":"Die Loge"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Feld- und Milit\u00e4rloge<\/h1>\n\n\n\n<p>Die Loge arbeitet auf zwei unterschiedliche Arten. Als Feldloge auf der einen und als Milit\u00e4rloge auf der anderen Seite.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Milit\u00e4rloge sind wir, wie jede andere Loge unter dem Dach der VGLvD, an einem festen Ort t\u00e4tig. Die Milit\u00e4rloge unterscheidet sich also nicht von anderen Johannislogen. Sie spricht in erster Linie Freimaurer an, die im Umfeld wohnen und so die M\u00f6glichkeit haben, an den Arbeiten regelm\u00e4\u00dfig teilzunehmen. Grunds\u00e4tzlich ist die Mitgliedschaft aber f\u00fcr alle m\u00f6glich, zum Beispiel im Status eines &#8220;St\u00e4ndig besuchenden Bruders&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Schwert_G.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"167\" src=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Schwert_G-300x167.jpg\" alt=\"Schwert_G\" class=\"wp-image-695\" srcset=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Schwert_G-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Schwert_G-768x429.jpg 768w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Schwert_G-1024x572.jpg 1024w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Schwert_G-128x72.jpg 128w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Schwert_G.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Feldloge arbeiten wir bundesweit. Anders als die Feldlogen alter Tage wird diese Loge ihre Existenz nicht davon abh\u00e4ngig machen, ob sich die Bundesrepublik Deutschland in einem kriegerischen Konflikt befindet. Sie wird eine st\u00e4ndige Einrichtung. Diese ambulante Variante geht symbolisch auf Wanderschaft und arbeitet \u201eunterwegs\u201c.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Orient<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Wahl des Orients war eine logische Konsequenz aller anderen \u00dcberlegungen zur Logengr\u00fcndung. Einerseits hat Potsdam als Residenzstadt der preu\u00dfischen K\u00f6nige eine lange milit\u00e4rische Tradition, andererseits hat der Namensgeber der Loge hier seine Familie gegr\u00fcndet. Im Potsdamer Infanterieregiment Nr. 9 hatte er seine milit\u00e4rische Heimat. Dieses Regiment brachte viele Offiziere des milit\u00e4rischen Widerstandes von 1944 hervor, dessen Mitglieder den h\u00f6chsten Respekt der gr\u00fcndenden Br\u00fcder genie\u00dfen. Unsere regelm\u00e4\u00dfigen Arbeiten finden in Potsdam und in Berlin im Logenhaus der Grosse National Mutterloge zu den drei Weltkugeln GNML 3WK statt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/GNML3WK_Foto-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"169\" src=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/GNML3WK_Foto-2-300x169.jpg\" alt=\"GNML3WK_Foto\" class=\"wp-image-773\" srcset=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/GNML3WK_Foto-2-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/GNML3WK_Foto-2-128x72.jpg 128w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/GNML3WK_Foto-2.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das Logenhaus der GNML ZU DEN DREI WELTKUGELN in Berlin in der Heerstrasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinweis f\u00fcr besuchende Br\u00fcder in Potsdam: Der Eingang zu den Logenr\u00e4umen des Logenhauses in Potsdam in der Kurf\u00fcrstenstra\u00dfe, befindet sich auf der linken Seite des Hauses. Der Zugang ist zun\u00e4chst \u00fcber einige Treppenstufen nach unten zu erreichen. Hinter der Eingangst\u00fcr ist gleich ein Aufzug und auch \u00fcber die Treppe sind im die Logenr\u00e4ume im 2.OG zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Henning von Tresckow<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tresckow.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"140\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tresckow.png\" alt=\"tresckow\" class=\"wp-image-626\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Loge stellt verantwortliches milit\u00e4risches und ziviles Handeln in den Mittelpunkt. Die Einsamkeit des Soldaten als F\u00fchrungskraft bei unteilbarer Verantwortung braucht Zivilcourage. Deren Anwendung forderte von General von Tresckow schier Unbeschreibliches an Mut und Entschlossenheit. Das Einflechten seines Namens in den Logennamen hat deshalb sehr viel Sympathie unter den Br\u00fcdern, die sich an die Gr\u00fcndung dieser Loge wagen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Bijou<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Bijou ist das unverwechselbare Abzeichen der Loge. Aufgebracht ist der Bl\u00fccherstern (eine 1815 f\u00fcr Generalfeldmarschall Bl\u00fccher geschaffene Sonderform des Eisernen Kreuzes f\u00fcr dessen Verdienste in der Schlacht von Waterloo) auf einem wei\u00dfen Johanniterkreuz mit feinem Goldrand. Die Kombination des Bl\u00fcchersterns als Zeichen f\u00fcr Tapferkeit und Pflichterf\u00fcllung mit dem&nbsp;Johanniterkreuzes als Zeichen von F\u00fcrsorge und Mildt\u00e4tigkeit soll den Eindruck eines milit\u00e4rischen Ordens relativieren und um die zivile Bedeutung erg\u00e4nzen. Dies zu verst\u00e4rken, tragen wir das Bijou an der zivilen Ausf\u00fchrung des urspr\u00fcnglichen Ordensbandes des Eisernen Kreuzes, wei\u00df, mit schwarzer Einfassung, die Version f\u00fcr die Nicht-Kombattanten. Soldaten trugen das Eiserne Kreuz am schwarzen Band mit wei\u00dfer Einfassung. Damit zeigen wir auch, dass wir keine reine Soldatenloge sind, die Br\u00fcder und Suchende ohne Uniform ausschlie\u00dfen will. Winkel und Zirkel als universelles Zeichen der Freimaurer sind am unteren Ende des Bandes, direkt \u00fcber dem Bijou angebracht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bijou_Kreuz_HvT-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bijou_Kreuz_HvT-1-300x300.jpg\" alt=\"Bijou_Kreuz_HvT\" class=\"wp-image-697\" srcset=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bijou_Kreuz_HvT-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bijou_Kreuz_HvT-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bijou_Kreuz_HvT-1-45x45.jpg 45w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bijou_Kreuz_HvT-1-65x65.jpg 65w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bijou_Kreuz_HvT-1.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bijou_Back.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bijou_Back-300x300.jpg\" alt=\"bijou_back\" class=\"wp-image-866\" srcset=\"https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bijou_Back-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bijou_Back-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bijou_Back-45x45.jpg 45w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bijou_Back-65x65.jpg 65w, https:\/\/www.fml-hvt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bijou_Back.jpg 421w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die R\u00fcckseite des Bijous zeigt den Orient, das Gr\u00fcndungsdatum und das Motto der Loge: \u201esapere aude\u201c. Sapere aude ist lateinisch und bedeutet in der \u00dcbersetzung Kants: \u201eHabe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!\u201c . In diesem Motto wird abermals ein Bezug zu unserem Namensgeber gesehen. Neben dem allgemeinen Bezug zum Milit\u00e4r ist eine Ankn\u00fcpfung an die Preu\u00dfischen Milit\u00e4rreformen beabsichtigt, mit ihrer Auswirkung auf die deutschen Streitkr\u00e4fte unserer Tage, deren Logo das Eiserne Kreuz ist. Das Eiserne Kreuz steht sinnbildlich f\u00fcr die erste Wehrpflichtarmee auf deutschem Boden und f\u00fcr viele Tugenden, die auch die Freimaurerei f\u00fcr sich in Anspruch nimmt. Als Vorbild diente das Zeichen des Deutschritterordens. Der Entwurf f\u00fcr das Eiserne Kreuz stammte von K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. von Preu\u00dfen h\u00f6chstselbst (wenn auch nicht selbst Freimaurer, so sah sich der K\u00f6nig als Schutzherr der Logen), die endg\u00fcltige Ausf\u00fchrung nahm Karl Friedrich Schinkel vor. Der Orden war die erste milit\u00e4rische Auszeichnung in Europa, die ohne Ansehen des Standes, einerlei ob Offizier, Unteroffizier oder Mannschaftsdienstgrad, vergeben wurde (Kleine Anekdote am Rande: Das erste Eiserne Kreuz erhielt eine Frau. K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. verlieh dieses 1813 posthum an seine Frau K\u00f6nigin Luise).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Freimaurerei f\u00fchrt Menschen aus allen Schichten auf gleicher Ebene zusammen. Im Gegensatz zu vielen anderen Milit\u00e4rorden der \u00c4ra wurde beim Eisernen Kreuz bewusst auf wertvolle Materialien verzichtet. Die Auszeichnung aus einfachen schwarzem, mit Silber eingefassten Gusseisen stand symbolisch f\u00fcr die ritterliche Pflichterf\u00fcllung und Zur\u00fcckhaltung eines preu\u00dfischen Soldaten, wieder Tugenden, die auch in der Freimaurerei einen hohen Stellenwert genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund seiner identit\u00e4tsstiftenden Tradition ist das Eiserne Kreuz am 24. September 1956 von Bundespr\u00e4sident Theodor Heuss als Erkennungszeichen f\u00fcr die Luft- und Kampffahrzeuge der Bundeswehr bestimmt worden. Die Truppenfahnen der Bundeswehr tragen in ihrer Spitze ein durch goldenes Eichenlaub umfasstes Eisernes Kreuz. Auch das Ehrenzeichen der Bundeswehr (Ehrenmedaille, Ehrenkreuz in Bronze, Silber oder Gold) tr\u00e4gt das Eiserne Kreuz als Symbol f\u00fcr Freiheitsliebe, Ritterlichkeit und Tapferkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 1813 von K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III.von Preu\u00dfen verfasste Stiftungsurkunde des Eisernen Kreuzes beginnt mit folgenden Worten:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIn der jetzigen gro\u00dfen Katastrophe, von welcher f\u00fcr das Vaterland Alles abh\u00e4ngt, verdient der&nbsp;<\/em><em>kr\u00e4ftige Sinn, der die Nation so hoch erhebt, durch ganz eigenth\u00fcmliche Monumente geehrt und&nbsp;<\/em><em>verewigt zu werden. Da\u00df die Standhaftigkeit, mit welcher das Volk die unwiderstehlichen \u00dcbel&nbsp;<\/em><em>einer eisernen Zeit ertrug, nicht zur Kleinm\u00fcthigkeit herabsank, bew\u00e4hrt der hohe Muth, welcher&nbsp;<\/em><em>jetzt jede Brust belebt und welcher, nur auf Religion und auf treue Anh\u00e4nglichkeit an K\u00f6nig und&nbsp;<\/em><em>Vaterland sich st\u00fctzend, ausharren konnte.<\/em><em><br>Wir haben daher beschlossen, das Verdienst welches in dem jetzt ausbrechenden Kriege, entweder<\/em><em>&nbsp;im wirklichen Kampf mit dem Feinde oder au\u00dferdem im Felde oder daheim jedoch in Beziehung<\/em><em>&nbsp;auf diesen gro\u00dfen Kampf um Freiheit und Selbst\u00e4ndigkeit, erworben wird, besonders auszuzeichnen<\/em><em>&nbsp;und diese eigenth\u00fcmliche Auszeichnung nach diesem Kriege nicht weiter zu verleihen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In diesen Worten sehen wir \u2013 auch, wenn es zum damaligen Zeitpunkt nat\u00fcrlich auf den Kampf gegen Napoleon gem\u00fcnzt war \u2013 einen weiteren Hinweis auf unseren Namensgeber. Henning von Tresckow hat im besten preu\u00dfischen Sinne gem\u00e4\u00df dieser Stiftungsurkunde gehandelt, als er sich dazu entschlossen hat, gegen den Tyrannen vorzugehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geschichte der Feld- und Milit\u00e4rlogen<\/h2>\n\n\n\n<p>Unter einer Feldloge verstand man eine ambulante Freimaurerloge. Sie ist nicht an einen festen Ort gebunden. Im Gegensatz zu einer Milit\u00e4r- oder Regimentsloge besteht sie nur im Krieg. Nach dessen Ende besteht sie nicht fort oder sie wird zu einer regul\u00e4ren, station\u00e4ren Einrichtung. Eine Milit\u00e4rloge vereinigte zum Beispiel die Br\u00fcder Offiziere einer Garnison in ihrem Tempel, Regimentslogen beschr\u00e4nkten sich auf Soldaten nur eines Verbandes. Von letzteren wird nur in angloamerikanischen Ob\u00f6dienzen berichtet und einmal in \u00d6sterreich. Von Kriegsgefangenenlogen ist in der Geschichte der deutschen Logen zweimal die Rede. \u201eLa Parfaite Union\u201c wurde 1761 von \u00f6sterreichischen und w\u00fcrttembergischen kriegsgefangenen Offizieren in Magdeburg gegr\u00fcndet und 1762 nach K\u00f6nigsberg (Ostpreu\u00dfen) verlegt. Ab 1779 Milit\u00e4rloge in Aschersleben, wurde sie 1884 geschlossen.Ende 1758 gr\u00fcndeten franz\u00f6sische Kriegsgefangene unter F\u00fchrung des Marquis Filley de Lerneu mit Genehmigung der Gro\u00dfen K\u00f6niglichen Mutterloge in Preu\u00dfen, genannt zu den drei Weltkugeln (GKM, heute GNML 3WK) in Berlin eine Kriegsgefangenenloge unter dem Namen \u201eLa Fidelit\u00e9\u201c, die keine Aufnahmen vollziehen durfte und bis zur Auswechslung der Gefangenen bestand. Noch heute gibt es unter den deutschen Logen vier, die aus Feld- beziehungsweise Milit\u00e4rlogen hervorgegangen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im siebenj\u00e4hrigen Krieg kam, mit den schwedischen Truppen, die 1761 von Eckloff eingesetzte Loge der schwedischen Armee nach Vorpommern. Aus dieser Loge ging die Loge \u201eCarl zu den drei Greifen\u201c in Greifswald hervor, reaktiviert 2003 unter dem Freimaurerorden (GLL FvD). Am 24.2.1770 wurde in Berlin die Loge \u201eZum Flammenden Stern Nr.62\u201c gegr\u00fcndet. Mit Urkunde vom 16.12.1778 wurde sie zur Milit\u00e4rloge i. Or. Landeshut (Schlesien) deklariert. Nach Ende des bayerischen Erbfolgekrieges 1777\/78 kehrte sie nach Berlin zur\u00fcck, wo sie noch heute als Tochter-Loge der GNML 3WK arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 19.2.1821 wurde in der Bundesfeste Luxemburg die Feldloge \u201eBl\u00fccher von Wahlstatt Nr. 296\u201c gegr\u00fcndet. Benannt wurde sie nach dem preu\u00dfischen Feldmarschall Gebhard Leberecht Bl\u00fccher von Wahlstatt, der zwei Jahre zuvor verstorben und unter anderem Angeh\u00f6riger der Feldloge Nr. 1 in Schwedt war, die von 1811 bis 1814 arbeitete. Am 24.9.1867 wurde sie in Charlottenburg zu einer stehenden Loge umgewandelt. Abgesehen von der obligaten \u201etausendj\u00e4hrigen\u201c Pause zwischen 1935 bis 1945 hat sie bis heute Bestand, als Tochter-Loge der GNML 3WK, wenn auch ohne einen einzigen Soldaten oder auch nur Reservisten in ihren Reihen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 2.10.1915 erhielt die Feldloge \u201eFrisia zur Nordwacht Nr. 650 i.Or. Westerland\u201c das Licht. Am 22.3.1919 wurde sie zur stehenden Loge. Wir finden sie noch heute als Mitglied der Gro\u00dfen Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLL FvD), auch Freimaurerorden genannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausbreitung der Feldlogen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Ausbreitung der Freimaurerei auf der Welt ist in erster Linie irischen und britischen Milit\u00e4rlogen zu danken, die sich im 18. Jahrhundert bei zahlreichen Regimentern bildeten. Der erste Stiftungsbrief, den eine solche Loge erhielt wurde 1732 von der Gro\u00dfloge von Irland erlassen. Er erm\u00e4chtigte zur Gr\u00fcndung einer Regimentsloge im ersten Fu\u00dfregiment, das ausschlie\u00dflich aus Iren bestand. Zahlreiche andere ambulante Gr\u00fcndungen folgten. Zwischen 1732 und 1755 wurden von den drei britischen Gro\u00dflogen bereits 29 Milit\u00e4rlogen gestiftet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im siebenj\u00e4hrigen Krieg tauchen 1761 schwedische Feldlogen auf, 1764 gibt es russische Feldlogen in Westpreu\u00dfen. Im Bayerischen Erbfolgekrieg von 1777 gab es f\u00fcnf preu\u00dfische Milit\u00e4rlogen, darunter die oben erw\u00e4hnte \u201eZum Flammenden Stern Nr.62\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu einer Feldloge Friedrichs des Gro\u00dfen liegen keine Erkenntnisse vor. Man kann nur vermuten, dass es im Siebenj\u00e4hrigen Krieg freimaurerische Arbeit im Feld in irgendwelcher Form gegeben hat. Unter Friedrichs Generalen gab es zahlreiche Br\u00fcder.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Amerikanische Unabh\u00e4ngigkeitskrieg<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine besondere Rolle spielten die Freimaurer im amerikanischen War of Independence. Auf beiden Seiten gab es sie in gro\u00dfer Zahl. Wann immer es die Zeit zwischen den Schlachten zulie\u00df, wurde freimaurerische T\u00e4tigkeit entfaltet. Besonders auf amerikanischer Seite waren die Armeelogen f\u00fcr die bunt zusammengew\u00fcrfelten Haufen von Freiwilligen ein Band von seltener St\u00e4rke. Der einfachste Soldat, der zur Loge geh\u00f6rte, f\u00fchlte sich seinem Kommandeur oder Oberbefehlshaber br\u00fcderlich verbunden. Die ber\u00fchmteste Feldloge wurde die 1776 gestiftete \u201eAmerican Union Nr. 1\u201c. Ihr Siegel zeigte eine Kette von dreizehn Ringen, entsprechend der Anzahl der rebellierenden Kolonien. In der ungl\u00fccklichen Schlacht von Long Island wurde ein gro\u00dfer Teil ihrer Mitglieder get\u00f6tet oder gefangen. Die \u00dcberlebenden retteten die Logenger\u00e4te, f\u00fchrten sie auf dem abenteuerlichen R\u00fcckzug von New York mit und stellten die Lichter in der von Schlachtenl\u00e4rm erf\u00fcllten Weihnachtsnacht hinter der neuen Linie am Delaware in einer roh gezimmerten Arbeitsh\u00fctte wieder auf. In der f\u00fcrchterlichen Not und Entbehrung des Winterlagers von Valley Forge bildeten die br\u00fcderlichen Zusammenk\u00fcnfte oft den einzigen Trost. An ihnen nahm auch George Washington teil. Lafayette hat m\u00f6glicherweise dort das freimaurerische Licht erhalten. 20 der 22 amerikanischen Generale, 104 der 106 Stabsoffiziere, alle 13 Gouverneure und das ganze erste Kabinett Washingtons waren Freimaurer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krieg und Menschlichkeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine gro\u00dfe Rolle spielten die Feld- und Milit\u00e4rlogen im Frankreich der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts. Die Matrikel des Grand Orient de France (GOF) von 1789 verzeichnete 69 Milit\u00e4rlogen, darunter eine Anzahl in den verb\u00fcndeten Regimentern (Bayern, Schweizer, Hessen usw.) Die freimaurerischen Zeremonien und Treffen der Feldlogen fanden in Zelten oder anderen Provisorien statt, die mit Ritualgegenst\u00e4nden der Freimaurer ausgestattet waren. Eigene Bijoux wurden aus milit\u00e4rischen Orden gefertigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich trafen sich in den Feldlogen auch Br\u00fcder verfeindeter Kriegsparteien. In Bedr\u00e4ngnis geratene Kriegsgefangene gaben sich mittels Hilfezeichen zu erkennen und erhielten Hilfe. Solche Begebenheiten klingen sehr hoffnungsfroh, waren sicher selten, wurden aber von der Propaganda Ludendorffs beispielhaft hochgespielt und zu einer der Wurzeln der Dolchsto\u00dflegende. Br\u00fcderliches Verhalten dem Feinde gegen\u00fcber galt eben als Verrat, nicht als Zeichen der Menschlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Menschlichkeit haben sich die Freimaurer verschrieben. F\u00fcr sie w\u00e4re die Hilfe im afghanischen Kunduz ebenso selbstverst\u00e4ndlich wie f\u00fcr die Soldaten der Bundeswehr, die das tats\u00e4chlich machen. Es gibt also ganz neue Ber\u00fchrungspunkte mit dem Wirken unserer Streitkr\u00e4fte im internationalen Einsatz, der handfesten geopolitischen Interessen einer gr\u00f6\u00dferen Gruppe von Nationen folgt, aber eben auch der Verbreitung von Humanit\u00e4t und der Idee der Freiheit unter dem Schutz der Waffen der westlichen Wertegemeinschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feld- und Milit\u00e4rloge Die Loge arbeitet auf zwei unterschiedliche Arten. Als Feldloge auf der einen und als Milit\u00e4rloge auf der anderen Seite. Als Milit\u00e4rloge sind wir, wie jede andere Loge unter dem Dach der VGLvD, an einem festen Ort t\u00e4tig. Die Milit\u00e4rloge unterscheidet sich also nicht von anderen Johannislogen. 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